Scheßlitz - Tor zur fränkischen Schweiz

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Geschichte von Scheßlitz

 

 

Scheßlitz ist Mittelpunkt des östlichen Landkreisteiles und gehört wohl zu den ältesten Siedlungen unserer weiteren Umgebung und wird mit Recht das Kleinod des Ellertales genannt. Ein Kranz von Hügeln, Stammberg 559m, Giechburg 530m, Gügel 515m, Kulm 553m, Heidenstein 577m, Rabenstein 572m, Würgauer Höhe 518m, Reisberg 554m, Roter Stein 518m, Wattendorfer Höhe 555m, Hohe Metze 577m, umzieht das Städtchen und vereinigt sich mit dem Talkessel (300m) zu einer geschlossenen und großartigen Landschaft.


Die geschützte Lage dieses Talkessels mit den hier zusammenlaufenden uralten Straßen vom Jura herab, von Königsfeld, Hollfeld, Weismain, Staffelstein, Zapfendorf, und von hieraus hinaus nach Bamberg, begünstigten schon Siedlungen in vorgeschichtlicher Zeit.


Einige Daten aus der geschichtlichen Entwicklung:


ca. 2000 v.Chr.

Bandkeramische Funde auf der Kohlstatt am Rande von Scheßlitz bezeugen Wohnstätten aus der Jungsteinzeit


550-120 v.Chr.

In der La-Tènezeit besteht hier eine Ansiedlung der Kelten


ca. 120 v.Chr.

folgen den Kelten die ersten germanischen Stämme. In den folgenden Jahrzehnten nehmen Markomannen und Südhermunduren die Gegend um den Obermain in Besitz


um 800

wird Scheßlitz in einer nicht datierten Schenkungsurkunde eines fränkischen Grafen Bernhard und dessen Ehefrau Ratbirg erstmals urkundlich erwähnt.


1059

unterzeichnet der Pfarrer Arnold v. Sieslice die Urkunde über die bekannte Diözesansynode zu Bamberg


1230

wird Scheßlitz als Stadt bezeichnet. Die Mauer- und Grabenreste der Befestigung, welche die Kirche nicht mit einschließt, zeigen als Grundfigur eine geschwungene Straße, die sich zu einem Markt erweitert.


12. und 13. Jh.

gehört Scheßlitz den Herzögen von Andechs-Meranien,


1248

fällt nach deren Aussterben die Stadt Scheßlitz mit der Burg Giech an das Haus Truhendingen.


1382 und 1390

müssen Johann und Oswald von Truhendingen ihre Güter an Bamberg verkaufen. Scheßlitz erhält nun das Wappen seines Erwerbers und Förderers, des Bischofs Lambert von Brunn, verliehen, der 1395 auch das Hospital stiftet.


1406

werden die Mauern und Türme verstärkt


1430

Brandschatzung durch die Hussiten.


14. - 17. Jh.

zählt Scheßlitz zu den Oberpfarreien, deren Inhaber meistens Würzburger Dom- und Stiftsherren sind.


30. 01. 1633

wird Scheßlitz von den Schweden unter Lohausen und Zorn v. Bulach besetzt, zahlreiche Häuser gehen in Flamen auf.


1692

entsteht am Markt der Dillig'sche Gasthof, das reichste Fachwerkhaus des Regnitzlandes.


1802

mit der Säkularisation kommt Scheßlitz zu Bayern.


1908

wird die Eisenbahnlinie Scheßlitz - Bamberg eröffnet.


nach 1945

siedeln sich hier Industrie- und Handwerksbetriebe an; zwei große Siedlungskomplexe mit vielen Neubauten erweitern den Stadtbezirk nach Südosten und Westen.

 

Quelle: Informationsbroschüre der Stadt Scheßlitz